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Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ellwangen und des Polizeipräsidiums Ulm

Datum: 31.05.2019

Kurzbeschreibung: Ermittlungen wegen zweier weiterer Tötungsdelikte

Gemeinsame Pressemittteilung der Staatsanwaltschaft Ellwangen und des Polizeipräsidiums Ulm 

Ermittlungen wegen zweier weiterer Tötungsdelikte



31.05.2019

Ellwangen. Ulm. Sontheim

 

 

Staatsanwaltschaft Ellwangen und Polizei teilen mit: Dritter Beschuldigter in Untersuchungshaft / Im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Tod eines 59-Jährigen aus dem Raum Sontheim/Brenz haben Staatsanwaltschaft Ellwangen und Polizei die Ermittlungen ausgeweitet.

 

Am Mittwoch wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen ein Haftbefehl gegen einen 30-jährigen Beschuldigten erlassen. Dieser ist der Sohn des 54-Jährigen und der Bruder des 32-Jährigen, gegen die bereits am Dienstag Haftbefehl erlassen wurde und die beide im dringenden Verdacht stehen, den seit Mitte Mai 2019 vermissten 59-Jährigen getötet zu haben. Diese Tat wird von dem 54-Jährigen und 32-Jährigen eingeräumt.

 

Im Rahmen der Ermittlungen ergab sich dann der Verdacht, dass es im Umfeld der Familie zum Verschwinden von zwei weiteren Personen aus dem Kreis Heidenheim gekommen war. Hierbei handelt es sich um den früheren Schwiegersohn des 54-Jährigen. Dieser soll im Jahr 2008 im Alter von 22 Jahren verschwunden sein. Außerdem wird seit 2014 der spätere Freund der Tochter des 54-Jährigen vermisst. Dieser war damals 38 Jahre alt.

 

Nach bislang vorliegenden Erkenntnissen sind die beiden vermissten Personen jeweils ebenfalls Opfer eines Tötungsdelikts geworden. Für eine mutmaßliche Tat bezüglich des 2008 Verschwundenen steht der älteste der drei Beschuldigten allein im Verdacht, während die Tat aus 2014 unter Umständen durch alle drei Beschuldigte gemeinsam begangen wurde.

 

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Tod des 59-Jährigen gehen die Ermittler inzwischen davon aus, dass Teile seiner Leiche gefunden wurden. Zunächst war eine umfangreiche Suche nach der Leiche eingeleitet worden. Die Polizei suchte auch auf dem Gelände von Müllentsorgungsfirmen, zumal davon auszugehen war, dass Teile der Leiche entlang der A7 im Müll entsorgt wurden. Die jetzt gefundenen Leichenteile wurden im Garten eines Hauses entdeckt, das der Familie der Verdächtigen gehört. Haus und Grundstück wurden inzwischen beschlagnahmt.



Die Ermittlungen werden mit Hochdruck fortgeführt. Mit Rücksicht hierauf können daher aktuell keine weiteren Informationen veröffentlicht werden.

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